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Ruprecht Helms: Das sehe ich auch so. Man sagt von Linux, dass es wesentlich
stabiler als Windows ist. Bei Windows ist es durchweg so, dass man mit
Administratoraccount nahezu immer arbeitet, viele Sachen lassen sich bei
Windows sonst gar nicht installieren, während es bei Linux so ist, dass man
standardmäßig unter seinem Arbeitsaccount arbeitet und installieren kann man
nur, wenn man Supervisorrecht hat, einen so genannten Rootaccount. Das hat
auch einen Vorteil, dass Viren und Würmer unter Linux gar nicht zum Laufen
kommen, es funktioniert einfach nicht, während die bei Windows, man hat es
erlebt, durchaus freie Bahn haben, weil praktisch jeder mit den größten
Rechten arbeitet und die Virenprogrammierer die ganzen Schlupflöcher
herausgefunden haben und eben problemlos eindringen können.
Manuel Schneider: Damit wären wir wieder beim Thema Schlupflöcher. Bei
Microsoft gibt es eine Entwicklungsabteilung, die sind damit beschäftigt
neue Windowsversionen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen und das
bringt Geld; bei Linux habe ich eben nur freie Entwickler, die verdienen
kein Geld, machen das nur aus Spaß, die kontrollieren gegenseitig ihre
Arbeit, jeder hat auch Zugriff darauf, ich kann mir sogar, wie jeder andere
auch, mein Linux selbst zusammen bauen, wie ich es will, wenn ich halt eine
Firewall aufbauen will, dann braucht ich halt keine grafische Oberfläche,
dann lass ich sie einfach weg, ich tue mir meinen Kernel so konfigurieren,
dass er genau auf meine Hardware passt, dadurch habe ich sehr genaue
Anpassung und Optimierung, dadurch erreiche ich bessere Geschwindigkeiten
natürlich, das ganze System ist schlanker, wenn Fehler raus kommen, dann
kümmert sich eigentlich in der OpenSource-Gemeinde oder in der Gemeinde in
der Linux entwickelt wird jeder darum, es wird einfach veröffentlicht
"Achtung da ist ein Fehler drin" hier gibt es den Patch dafür, während bei
Microsoft kosten Fehler Geld. Ganz klar.
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